Seesen im Fokus von

Flucht und Vertreibung

 

 

 

 

– unter diesem Titel arbeitet Journalist und Autor Dirk Stroschein im Auftrag der Stadt Seesen zurzeit an einem Rechercheprojekt, in dem die Auswirkungen durch die Bevölkerungsbewegungen der unmittelbaren Nachkriegszeit auf die Entwicklung der Stadt und ihrer heutigen Ortsteile erforscht werden sollen.
 

Als engerer Untersuchungszeitraum sind die Jahre etwa von 1944/45 bis 1955 geplant.
Der Personenkreis im Zentrum der Untersuchung ist der der "Flüchtlinge und Vertriebenen" einerseits, - dazu sind zu zählen Evakuierte, Ost- bzw. Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Umsiedler. Andererseits gilt es auch die sog. "Altbürger", also Einheimische, und ihre Lage in den Blick zu nehmen.
Insgesamt sind wechselseitige Perspektiven dieser beiden Groß-Personengruppen sowie ihr Verhältnis zueinander zentraler Gegenstand der Forschungsabsicht.

Zentrale Themenfelder,


die Berücksichtigung bei der Untersuchung finden sollen sind im einzelnen beispielsweise:



Wohnen (Zwangsbewirtschaftung und Einquartierung, beginnender Wohnungsbau, ...)

Arbeiten (Arbeitslosigkeit, Arbeitsplätze in Industrie und Handel, Selbstständige, Landwirtschaft...)

Interessenvertretungen (Landsmannschaften, ZvD; Hausbesitzervereinigung...)

Politische Parteien (Wiedergründung, Engagement für und von Flüchtlingen, Ausgleich mit Einheimischen...)

Verwaltungsorganisationen und -vorgänge (Flüchtlingsrat und -amt, Wohnraumbewirtschaftung, etc.)

Schulen und Ausbildung (Bewältigung der Überbevölkerung im Bildungsalltag, berufliche Eingliederung der nachwachsenden Generationen)

Kirchen (Veränderungen im konfessionellen Gefüge)

Gesellschaft und Vereine (Integration der Neubürger in bestehende Organisationen und Neugründungen)

 

 

 

Da es sich bei diesem Projekt um ein bisher unter lokalen Gesichtspunkten nicht systematisch erforschtes Recherchefeld handelt, ist Dirk Stroschein im besonderen Maße auf die Unterstützung der Seesener Bevölkerung wie auch der der heutigen Stadtteile Bilderlahe, Bornhausen, Engelade, Herrhausen, Ildehausen, Kirchberg, Mechtshausen, Münchehof und Rhüden angewiesen.


Er sucht Zeitzeugen, die Auskunft geben können und bereit sind zu erzählen, wie sie diese Zeit erlebt haben, den Alltag beschreiben, von Konflikten aber auch positiven Erfahrungen zwischen Einheimischen und Vertriebenen berichten können. Großen Wert legt Dirk Stroschein darauf, beide Perspektiven zu Wort kommen zu lassen und zu dokumentieren. Daneben ist er auf der Suche nach Fotomaterial und Dokumenten sowie jeglichen Unterlagen, die diese Zeit und die Lebensumstände besser illustrieren helfen können.

 

# # # # #



Wer die Recherchen von Dirk Stroschein unterstützen möchte oder weitere Fragen zu dem Forschungsprojekt hat, kann sich unter Telefon: 05381-940 9262 oder Email: stronk@gmx.de melden.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dirk Stroschein